Stillstand ist keine Lösung: Warum der Mittelstand jetzt investieren sollte

Wie steht es um Deutschlands Wirtschaft?

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„Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest“ – so lautet das Ergebnis der Konjunkturprognose Herbst 2024 des ifo Instituts. Dabei sei die Krise vor allem auf strukturelle Probleme zurückzuführen. Der demographische Wandel und Rückstand bei der Digitalisierung werden dabei als zwei zentrale Faktoren der Problematik benannt.

Die deutsche Wirtschaft wird auch zukünftig mit den Herausforderungen einer schrumpfenden und alternden Gesellschaft konfrontiert sein. Das ifo Institut prognostiziert für das aktuelle Jahr noch spürbarere Folgen dieser Bevölkerungsentwicklung: Eine weitere Verringerung der verfügbaren Arbeitskräfte soll sich bis zum Ende des Jahrzehnts deutlich auf das Produktionspotential auswirken. Ein Rückgang der Wachstumsrate auf 0,4 Prozent sei zu erwarten [1].

Obwohl sich der Fach- und Arbeitskräftemangel weiterhin verschärfen wird, ist es Deutschland bislang nicht gelungen, die Digitalisierung ausreichend voranzutreiben: Beim IMD World Digital Competitiveness Ranking 2024, bei dem insgesamt 67 Länder miteinander verglichen wurden, schnitt Deutschland mit Platz 23 lediglich im Mittelfeld ab, während die Schweiz sich bspw. direkt nach Singapur auf Platz 2 des Rankings positionieren konnte [2]. Deutschlands Position stagnierte damit im Vergleich zum Vorjahr.

Es überrascht daher auch nicht, dass deutsche Unternehmen laut des ifo Instituts ihre Wettbewerbsposition auf europäischen sowie internationalen Märkten deutlich negativer einschätzen als Unternehmen in anderen europäischen Ländern.

Das Potential neuer Technologien

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Konkrete Antworten auf die genannten Herausforderungen bieten vor allem neue Technologien. Lösungsansätze wie bspw. die Automatisierung und Optimierung komplexer Arbeitsprozesse durch den Einsatz intelligenter Robotersysteme ermöglichen es, auch mit wenig Personal sicher zu produzieren und dabei langfristig Kosten zu reduzieren. Außerdem erleichtert vor allem der Einsatz modularer Systeme durch ein hohes Maß an Flexibilität die Anpassung an eine sich ständig wandelnde, komplexe Marktlandschaft. Die Digitalisierung ist daher kein bloßer Trend, sondern eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum der deutschen Wirtschaft [3]. Um den allgemeinen Rückstand aufzuholen, braucht es einerseits gezielte politische Maßnahmen, andererseits müssen aber auch einzelne Betriebe Eigeninitiative ergreifen, um langfristig auf dem Markt bestehen zu können.

Zwar setzt sich der deutsche Mittelstand seit Jahren entschlossen mit dem digitalen Wandel auseinander, in vielen Unternehmen ist er jedoch noch nicht oder nur mangelhaft umgesetzt worden. Die International Federation of Robotics (IFR) prognostiziert, dass Roboter künftig auch in mittelständischen und kleinen Unternehmen von zentraler Bedeutung sein werden. Die Generalsekretärin des Verbands, Susanne Bieller, sagt dazu: „Beim Einsatz von Robotik wird es einen Schwenk geben – von den Großunternehmen wie der Automobilindustrie zu den kleineren Unternehmen, die das genauso brauchen, um künftig wettbewerbsfähig zu operieren. Das Potenzial ist gigantisch“ [4].

Für mittelständische Betriebe stellt sich also die Frage, in welchen Arbeitsbereichen neue Technologien den größten Mehrwehrt erzielen und wie sie möglichst sinnvoll und effektiv in das bestehende Geschäftsmodell eingebunden werden können.

Abwarten oder reagieren?

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Den Herausforderungen aktiv zu begegnen, anstatt in Passivität zu verfallen, ist essenziell: Mittelständische Firmen stellen noch immer die starke Basis der deutschen Wirtschaft dar. Damit dies auch weiterhin so bleibt und die Wettbewerbsfähigkeit auf den europäischen und internationalen Märkten gestärkt und dauerhaft gesichert werden kann, gilt es jetzt klug und vorausschauend in den Ausbau und die Entwicklung arbeits- und kosteneffizienter Produktionsprozesse zu investieren. Bei einer Auswertung 300.000 anonymisierte Unternehmensbilanzen von Firmenkunden kam die Sparkassen-Finanzgruppe zu dem Ergebnis, dass „Deutschland […] noch gute Voraussetzungen [hat], um aus der aktuellen wirtschaftlichen Schwächeperiode herauszukommen. Dazu müssten aber schnell kraftvolle Veränderungen vorgenommen werden“ [5]. Eine allzu abwartende Haltung kann dazu führen, den richtigen Zeitpunkt zu verpassen und abgehängt zu werden.

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